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Brücken bauen für die interkulturelle Öffnung

Auf der dritten Sitzung des ‚Arbeitskreises Interkulturelle Öffnung von Tagespflegeeinrichtungen‘ im Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe (kom•zen) stellte Nazife Sari zusammen mit Lamis Ghaddar  das Projekt ‚Interkulturelle BrückenbauerInnen in der Pflege (IBIP)‘ vor. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer_innen Potenziale und Barrieren für die interkulturelle Öffnung von Tagespflegeeinrichtungen.

Die Tagespflegeeinrichtungen bekundeten in der zweiten Sitzung das Interesse mehr über das Projekt ‚Interkulturelle BrückenbauerInnen in der Pflege (IBIP)‘ erfahren zu wollen, um die Zusammenarbeit mit den Pflegestützpunkten in Hinblick auf Interkulturelle Öffnung zu verbessern.

Das Projekt wird bis Ende August 2018 vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen finanziert und vom Diakonischen Werk Berlin Stadtmitte e.V. getragen. Aufgrund des Erfolgs des Projekts wird es nach Projektende bis Ende 2019 durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung weiterfinanziert.

Die BrückenbauerInnen erhalten während einer sechs monatigen Ausbildung eine Basisqualifizierung für das Gesundheits- und Pflegesystem, Pflegeleistungen und interkultureller Kommunikation. Neben Deutsch sprechen sie auch Arabisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Rumänisch, Serbokroatisch und Türkisch. Sie fungieren als Kultur- und Sprachmittler in Modellpflegestützpunkten in Neukölln, Kreuzberg und Mitte und unterstützen bei Beratungen die Pflegeberater.

Des Weiteren begleiten sie die obligatorischen Beratungen von Pflegefachkräften bei pflegenden Angehörigen (§ 37 Abs.3 SGB XII) sowie die Pflegebegutachtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Die BrückenbauerInnen verfolgen einen präventiven Ansatz und  informieren auch im Vorfeld der Pflege Migrantinnen und Migranten über das Pflege- und Hilfssystem. Ebenfalls im Tandem mit den Pflegeberaterinnen bieten  sie in unterschiedlichen Beratungs- und Begegnungszentren, interkulturellen Projekten und Glaubensgemeinschaften zweisprachige Informationsveranstaltungen zu Pflegeleistungen und Entlastungsangeboten an. Durch gute Netzwerk- und  Öffentlichkeitsarbeit werden Brücken sowohl zu der Zielgruppe als auch in die Beratungseinrichtungen gebaut.

Mehr Informationen zum Projekt ,Interkulturelle BrückenbauerInnen‘ finden sie hier:

www.brueckenbauerinnen.de

 

Kontakt:

Nazife Sari
Prinzenstraße 23
10969 Berlin
Tel.: 030 61 65 95 21
Fax: 030 23 00 55 80
n.sari(at)diakonie-stadtmitte.de

gefördert durch

Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Träger

Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e. V.
Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.