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Politische Partizipation von asiatischen Migrant*innen stärken

Die Gesellschaft für psychosoziale Gesundheitsförderung bei Migranten*innen in Berlin e.V. (GePGeMi) organisierte ein Netzwerktreffen von asiatischen Älteren, die aus Südkorea, Thailand und Vietnam stammen, um mit Ihnen über ihre Möglichkeiten der politischen Partizipation zu diskutieren. In einem Impulsvortrag berichtete Christof Rambke (kom•zen) über Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der Seniorenvertretungen.

Obwohl zum Zeitpunkt des Netzwerktreffens die Übertragung des Spiels Deutschland gegen Südkorea bei der Weltmeisterschaft lief und einige Personen deshalb absagten, kamen dennoch 17 Teilnehmer*innen zum Austausch in den Konferenzraum des „House of Resources“.

Zur Anregung der Diskussion wurden zunächst zwei Impulsvorträge gehalten: Christof Rambke (kom•zen) berichtete über die Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der bezirklichen Seniorenvertretungen und erklärte die Struktur der seniorenpolitischen Gremien in Berlin. Er erzählte von den Aufgaben und Funktionen der Seniorenvertreter*innen in den Gremien der bezirklichen Seniorenvertretung, der Landesseniorenvertretung und des Landesseniorenbeirats. Als Interessenvertreter für Ältere üben die Seniorenvertreter*innen in diesen Gremien eine wichtige Beraterfunktion für Politik und Verwaltung aus. Sie fungieren als Mittler zwischen den Senioren und der Verwaltung sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Besonders hervorzuheben war, dass die Beteiligung an den Seniorenvertretungen auch für Ausländer*innen möglich ist; die einzigen Bedingungen sind ein Mindestalter von 60 Jahren und einen Hauptwohnsitz in Berlin.

Einen zweiten Impuls gab Ali Markgraf, Mitglied im Migrations- und Integrationsbeirat Spandau, der die Struktur und Arbeit des Beirats erklärte. Dieser wird von einem Mitglied aus der Verwaltung geleitet, der regelmäßige Treffen mit den teilnehmenden Migranten(selbst)organisationen organisiert und wichtige Themen der Integration im Bezirk mit ihnen diskutiert.

Im Anschluss an die Impulsvorträge diskutierten die Teilnehmer*innen über ihre Vorstellungen für ein gutes Leben im Alter und welche Sorgen diesbezüglich bestehen. Auf die folgenden Leitfragen wurde dabei eingegangen:

- Wenn Sie Politiker wären: Was würden Sie für asiatische Migranten machen bzw. ändern?

- Können Sie sich vorstellen, bei der Seniorenvertretung aktiv zu sein?

Die Diskussion zeigte, dass die Seniorenvertretungen kaum bekannt waren, aber die Teilnehmenden sehr interessiert an diesem Thema sind und die Beteiligungsmöglichkeiten schätzen. Demgegenüber kannten viele die Arbeit der Migrations- und Integrationsbeiräte, die aber eine eingeschränkte individuelle Beteiligungsmöglichkeit hat. Es zeigte sich ferner, dass die Gruppe der asiatischen Älteren sich aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Größe als eine zwar sehr aktive, aber marginalisierte Gruppe betrachtet. Viele begrüßten das nach Nationalität gemischte Netzwerktreffen und möchten auch künftig in dieser Form zusammenarbeiten.

Das Netzwerktreffen entstand aus dem Fachtag „Liebe asiatische Senior*innen, wie geht’s Ihnen heute“, der am 01.12.2017 im Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf durchgeführt wurde, auf dem asiatische Ältere den Wunsch zu einer weiteren Zusammenarbeit äußerten. Dementsprechend war dieses erste Netzwerktreffen nur der Beginn einer Reihe von weiteren Veranstaltungen, in denen sich asiatische Ältere mit Themen des Alters und Alterns beschäftigen wollen. Dabei sollen Möglichkeiten der Zusammenarbeit über nationale Herkünfte hinweg erprobt und ‚asiatische‘ Gemeinsamkeiten nach der Migration herausgearbeitet werden.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Opens external link in new windowInternetseite von GePGeMi e.V.

 

 

gefördert durch

Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Träger

Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e. V.
Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.