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Workshop zur politischen Bildung arabischer Migranten im Netzwerk der Syrischen Absolventen Deutscher Universitäten

Alle fünf Workshops zur politischen Bildung arabischer MigrantInnen fanden in der Galerie des Restaurants LAWRENCE in der Oranienburgerstr. 69, 10117 Berlin, statt, das viel Raum für Begegnung, Austausch und Kulinarisches bietet.

Auf einem Workshop zur politischen Bildung arabischer MigrantInnen, der vom Netzwerk Syrischer Absolventen deutscher Universitäten (SADUnet) mit Unterstützung der Bundeszentrale für Politische Bildung ausgerichtet wurde, stellte Frau Dr. Nadia Nagie vom Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe (kom•zen) ehrenamtliche Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der Berliner Seniorenpolitik für EinwanderInnen ab 60 Jahren vor. 

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen der 5-teiligen Workshop-Reihe „To be a part - MigrantInnen lernen und praktizieren politische Teilhabe in Deutschland“ statt und trug den Titel: Parteiensystem und Parteienorganisation in Deutschland: Partei und Staat, Partei und Gesellschaft. Mehr als 30 aus Syrien stammenden Akademiker*Innen waren zu dem Workshop gekommen.

 

Nach Vorträgen zur Entstehung, Organisation und Finanzierung des Parteien- und Wohlfahrtssystems in Deutschland sprach Frau Dr. Saria Al Marzook darüber, wie sich das Ehrenamt in Deutschland entwickelt hat und welch hohen Stellenwert es in der Gesellschaft genießt. Sie informierte über zahlreiche Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu betätigen (u.a. in der Vereinsarbeit, als Hospizhelfer, Schülerlotse, in Hilfsorganisationen oder Mitarbeitervertretungen etc.) und wies darauf hin, dass in Deutschland ca. 16 Mio. Menschen einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen.

 

Frau Dr. Nadia Nagie referierte exemplarisch über ein ehrenamtliches Betätigungsfeld für ältere Menschen, in dem sich auch ältere EinwanderInnen betätigen können. In ihrem Vortrag ging es um Ehrenamt im Rahmen der Berliner Seniorenpolitik: Möglichkeiten und Hindernisse gesellschaftlicher Partizipation. Sie erläuterte, wie ältere Menschen und besonders auch ältere EinwanderInnen mit und ohne deutschen Pass auf kommunaler Ebene ehrenamtlich mitwirken können. Vom Berliner Mitwirkungsgesetz, den Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik und den zwölf bezirklichen Seniorenvertretungen erfuhren viele der Anwesenden zum ersten Mal. Es herrschte Erstaunen darüber, dass man auch ohne einen deutschen Pass ein Wahlrecht ausüben kann. 

 

Nach allen Vorträgen gab es Diskussionsrunden, die von Prof. Dr. Abdul Ghani Maa Bared und Prof. Dr. Mohamed Rabih Al Merestani (beide Gastprofessoren an der Humboldt-Universität zu Berlin und Initiatoren des SADUnet) moderiert und aus dem Arabischen ins Deutsche übersetzt wurden.

 

Alle fünf Workshops zur politischen Bildung arabischer MigrantInnen fanden in der Galerie des Restaurants LAWRENCE in der Oranienburgerstr. 69, 10117 Berlin, statt, das viel Raum für Begegnung, Austausch und Kulinarisches bietet.

 

Das SADUnet (www.sadunet.org) ist ein gemeinnütziger Verein, der den Gedanken der Völkerverständigung im Rahmen von Kultur, Bildung und Entwicklungszusammenarbeit zwischen Syrien und Deutschland fördert. Es bündelt Kompetenzen und Expertisen syrischer AkademikerInnen und Fachkräfte.

gefördert durch

Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Träger

Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e. V.
Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.